Es sollte ein ganz normaler Trainingssonntag werden. Als Torsten am 16. August in die Post-Sportverein Trier e.V.-Halle kam, warteten dort statt der Trainingsgruppe rund 80 Vereinsmitglieder, Weggefährten, Familie und Freunde auf ihn. Die Überraschung war perfekt – und der Anlass ein besonderer: Nach 14 Jahren hat Torsten die Leitung der Taekwondo-Abteilung an seine langjährige Stellvertreterin Sabrina Bäthke abgegeben.
2012 hatte er die Abteilungsleitung offiziell übernommen. Was in dieser Zeit entstanden ist, lässt sich schwer in einem Absatz zusammenfassen: Torsten hat die Abteilung durch alle Höhen und Tiefen geführt, sich beim PST Trier ebenso eingebracht wie in der Taekwondo Union Rheinland-Pfalz und über die Jahre unzählige Sportlerinnen und Sportler auf ihrem Weg begleitet. Als Träger des 6. Dan hat er das Taekwondo in Trier nicht nur organisiert, sondern maßgeblich geprägt.
Geplant und koordiniert hatte die Überraschung das Trainerteam des PST Trier gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern, die die Halle schmückten und alles herrichteten. Torsten, der von all dem nichts wusste, wurde mit Applaus empfangen und von Sabrina auf seinen Ehrenplatz geleitet, die das Fest anschließend mit einer kleinen Ansprache eröffnete. Herbert Winkel und Lars Bäthke ließen in einer Präsentation Torstens Werdegang, seine Erfolge und Verdienste Revue passieren. Danach wurde es sportlich: Lina und Ronja Yilmaz setzten Torsten einem kleinen Quiz mit Taekwondo-Techniken aus, und er musste noch einmal ein kurzes Training leiten. Nach einem Videobeitrag über ihn überreichte TURP-Präsident Horst Sperling feierlich die silberne Ehrennadel der TURP – Taekwondo Union Rheinland-Pfalz e.V.
Danach wurde gemütlich gegrillt. Durch das weitere Programm führte Tom Lehnert als Moderator, unter anderem mit einem Gesangsbeitrag von Mona Reinhard und einem Film-Quiz. Erzählt wurde bis in den Abend, bevor der Tag besonnen ausklang. Zum Abschluss wurde Torsten mit einem Geschenk feierlich in die Halbpension verabschiedet.
Von einem offiziellen Ruhestand kann jedoch keine Rede sein. Ein eigenes Training übernimmt Torsten zwar vorerst nicht mehr, dem Verein bleibt er aber treu – man wird ihn also weiterhin zwischendurch in der Halle antreffen, um bei Prüfungen oder Turniervorbereitung zu unterstützen.
Lieber Torsten, danke für 14 Jahre Einsatz, Geduld und Herzblut.